Dauerhafte Freude mit Ihrer Pflanze

Wenn Sie Ihre neue Pflanze in Ihren Garten einsetzen wollen, sollten Sie noch einmal genau prüfen, ob der Standort, den Sie dafür vorgesehen haben, auch wirklich passt. Ist es wirklich ein sonniger, halbschattiger oder schattiger Standort, so wie es auf dem Pflanzenetikett angegeben ist? Haben Sie den passenden Boden für die Pflanze oder entsprechende Pflanzerde (lesen Sie bitte auch den Eintrag „Pflanzvorbereitungen“ hier in diesem Blog)? Stellen Sie Ihre Erwerbung doch einfach mal an ihren neuen Platz, gehen ein par Schritte zurück und schauen, ob alles passt.

Wenn Sie den Spaten ansetzen, achten Sie einmal darauf, wie leicht Sie das Spatenblatt im Boden versenken können. Dies gibt schon den ersten Anhaltspunkt: Je schwerer es Ihnen fällt, desto schwerer gelingt es auch der Pflanze, sich den Boden zu erobern. Dann hilft nur entsprechendes Lockern. Gerade in Neubaugebieten ist der Boden durch Baufahrzeuge verdichtet, und Mutterboden wurde einfach nur obenauf geschüttet. Dort, wo Pflanzen gesetzt werden sollen, muss eine solche verdichtete Schicht aufgebrochen werden.

Die Größe des Pflanzloches ergibt sich aus der Größe des Pflanzenballens. Faustregel: Das Pflanzloch etwa doppelt so groß und so breit wie der Ballen groß ist machen. Bei Rhododendron viermal so breit und nur eine Handbreit tiefer wie der Ballen. Für Rosen den Boden unbedingt mindestens 60 cm tief auflockern!

Wenn Sie mehrere Stauden pflanzen wollen, dann am Besten die gesamte Fläche einmal auflockern, um so schneller geht die Pflanzung.

Stauden und kleinere Pflanzen sollten Sie einmal tauchen, bis keine Luftblasen mehr kommen. Bei den meisten Pflanzen können Sie vorher den Topf abnehmen. Sollte die Pflanze jedoch nicht voll durchwurzelt sein, diese wieder in den Topf setzen und dann tauchen. Finden Sie im Topf einen dichten Wurzelfilz vor, diesen mit einem Messer oder einer kleine Harke auflockern.

Wenn Sie Pflanzerde verwenden, sollten Sie schon etwas davon in das Pflanzloch einfüllen und gut vermischen, so dass ein sanfter Übergang vom Untergrund bis ins Pflanzloch geschaffen wird. Nun setzen Sie die Pflanze ein und überprüfen die Standhöhe: Die meisten Pflanzen werden so gesetzt, dass sie ebenso hoch stehen, wie sie auch im Topf gestanden haben, meist wird nur etwa zwei Zentimeter Erde/ Pflanzsubstrat auf den Ballen gegeben, damit dieser nicht austrocknet. Doch hier gibt es Ausnahmen:

Ist der Standort sehr nass, sollte die Pflanze höher gesetzt werden, so dass ein kleiner Hügel entsteht. Dies gilt auch für Standorte am oder im Rasen.

Rosen werden, unabhängig davon, wie tief sie im Topf gestanden haben, so gesetzt, dass die Veredlungsstelle sich 5 cm unter der Erde befindet. Bei Obstgehölzen, die auf eine wuchsbestimmende Unterlage veredelt wurden, darf die Veredlungsstelle nicht mit Erde in Berührung kommen, sie muss also entsprechen höher gepflanzt werden. Der Wurzelballen von Rhododendron darf nicht mit Erde (oder anderem Material) bedeckt werden.

Füllen Sie nun das Pflanzloch mit Erde auf und treten die Pflanze gut an (Achtung: Rhododendron nicht antreten, nur mit den Händen leicht andrücken!). Anschließend machen Sie einen kleinen Erdring um die Pflanze. Dieser dient dazu, dass Gießwasser im Bereich des Pflanzballens bleibt. Sollten Sie keine aufgedüngte Pflanzerde verwenden, können Sie jetzt Dünger hinzugeben. Danach wird reichlich gewässert. Eventuelle Hohlräume werden dadurch geschlossen, dann entsprechend Erde nachfüllen.

Auch wenn es komisch aussieht – gießen Sie auf jeden Fall, auch bei Regenwetter!

 

O. Tschetsch Team Vorwerk, Dienstag 21. April 2015, 12:39 Uhr