Tradition

1899

Mit seiner Geschäfts-Eröffnungs-Anzeige am 1. März macht sich Wilhelm Albertzard als Landschaftsgärtner in Neusüdende selbstständig. Große Mengen an Rosen, Obstbäumen und Ziersträuchern aus eigenen Veredelungen und Kulturen werden vorbildlich produziert und bis zu 70.000 Rosen jährlich verkauft. Als Landschaftsgärtner legt er auch Gärten an.

1918

Nach dem Ersten Weltkrieg führten Sachkenntnisse, Fleiß, zielbewusstes Streben, Mitarbeit der Familienangehörigen, Bescheidenheit in der Lebens führung und eine Menge Optimismus bald zum Erfolg.

1925

Wilhelm Albertzard züchtet seine eigene Roggensorte

1927

Auf dem neu erworbenen Betriebsgelände Vorwerk entstehen Gewächshäuser und es werden umfangreiche Freilandkulturen angebaut.

1934

Frische Ware muss schnelle Wege gehen: Freilandrosen werden morgens um 4 Uhr geschnitten, damit sie um 6 Uhr mit dem Zug von Rastede nach Berlin verladen werden können und um 12 Uhr dort ankommen. Abends stehen die Schnittrosen bereits beim Endverbraucher auf den Tischen. Der Jahresumsatz liegt bei 80.000 Reichsmark.

1936

Die Vorwerk Baumschule ist eine der ersten Baumschulen in Deutschland, die das Markenetikett für Obstgehölze einführt.

1953

Nach dem 2. Weltkrieg bringt Karl-Heinz Albertzard neuen Schwung in das Unternehmen.
 Mit der Wahl der Rosenkönigin organisiert er bis 1957 jedes Jahr das große und beliebte Rosenfest in Rastede.

1959

Karl-Heinz Albertzard kann mit Hilfe der neuen Brötje-Einspritzdüsen im Gewächshaus feinen Nebel erzeugen. Durch diese neuartige Technik gelingt es ihm als Erstem im Ammerland den Rhododendron durch Stecklinge zu produzieren. Das war der Startschuss für eine Rhododendronmassenproduktion. Heute werden ca. 90 % aller in Europa verkauften Rhododendron im Ammerland produziert.

1961

Der Aufschwung der sechziger Jahre veranlasst Karl-Heinz Albertzard seinen Betrieb nochmals um 11 ha im Ipwegermoor zu erweitern, um die sehr große Nachfrage nach Rhododendron und Nadel gehölzen im In- und Ausland zu befriedigen. Die hinzugekaufte Moorfläche ist die Keimzelle des späteren Zweigbetriebes: Ipwegermoor. Jetzt ist die Voraussetzung für großangelegte Rhododendronproduktion geschaffen.

Die Betriebsgröße beträgt 32 ha. Das Absatzgebiet erstreckt sich auf das gesamte Bundesgebiet, die skandinavischen Länder, den Niederlanden, Frankreich, Belgien, Luxemburg und die Schweiz. Es werden nur noch 30.000 Rosen produziert. Für den örtlichen Absatz an den Endverbraucher wird die erste Baumschul-Selbstbedienung im norddeutschen Raum mit ca. 1 ha Verkaufsfläche eingerichtet. SB (Selbstbedienung) ist das Schlagwort der Zeit.